Freie Trauungen: Romantik für Individualisten

Der Tag der Hochzeit gehört zu den bedeutendsten Tagen im Leben eines Menschen und gleichzeitig zu den größten Veränderungen im Leben. Um diesen besonderen Tag zu feiern, entscheiden sich viele Paare heutzutage für eine freie Trauung.

Was ist eine freie Trauung? Welche Bedeutung hat diese Form der Trauzeremonie für das Brautpaar?

Eine freie Trauung ist in der Definition eine Trauung ohne staatlichen Einfluss, wie etwa bei einer standesamtlichen Eheschließung. Jedoch wird die freie Ehelichung von vielen Brautpaaren oftmals nach der standesamtlichen Hochzeit als romantischer Ersatz zur kirchlichen Trauung praktiziert.

Die Vorteile der freien Trauung

Es ist immer wieder schön, wenn sich zwei Menschen finden, die ihr Leben gemeinsam gestalten möchten. Die Vorbereitung auf die Hochzeit ist aufregend und spannend zugleich. Doch nicht immer ist beim Standesamt das Wunschdatum frei, die Räumlichkeiten in Standesämtern sind zu bieder oder haben zu wenig Platz. Daher begeistern sich immer mehr Menschen für die zahlreichen Vorteile einer freien Trauung:

  • Bei einer freien Trauung können sowohl Ort, Zeitpunkt und Ablauf individuell gewählt werden. Das Hochzeitspaar ist an keinerlei Vorgaben gebunden. So kann die Trauzeremonie auch an einem See, auf der Aussichtsplattform eines Hochhauses oder sogar in einer Konzerthalle stattfinden, vorausgesetzt das Paar erwartet so viele Gäste.
  • Die gesamte Gestaltung sowie der Ablauf der Trauung organisiert das Paar selbst oder zusammen mit einem Hochzeitsplaner. Das Herzstück der Hochzeit, die Trauzeremonie, übernehmen Hochzeitsredner oder freie Theologen.
  • Bei der freien Trauung geht es im Wesentlichen um eine unvergessliche Zeremonie. Diese Form der Trauung stellt keine feste 'rechtliche' Bindung dar und ist damit besonders geeignet für Menschen, die ohne Trauschein glücklich sind, aber auf eine ausgefallene Hochzeitsfeier nicht verzichten möchten.
  • Der symbolische Charakter einer Hochzeit als unvergesslicher Punkt X im Leben eines Hochzeitspaares steht bei dieser Form der Trauung im Vordergrund. So können die Paare, genau wie offiziell getraute Brautleute, später ihre Silberhochzeit und Goldhochzeit feiern.

Die Wahl des Trauortes

Welchen Trauort wählen wir? Diese Frage stellt die größte Herausforderung für das Brautpaar dar. Der Trauort sollte mit Bedacht gewählt sein, damit die freie Trauung ein großer Erfolg wird.
Um den perfekten Ort für die Trauung zu finden, muss sich das Paar weiteren Fragen stellen. Hält die Witterung stand, wenn ich draußen feiere? Wie viele Gäste sollen kommen? Ist der Ort gut erreichbar? Bin ich mehr für die Natur, für Prunk und Glanz oder doch für innovatives Ambiente? Ist dort ausreichend Platz für Stühle, Tische und das Hochzeitsessen? Das und viel mehr Entscheidungen rund um den Trauort machen die Auswahl nicht leicht. Schließlich sollen sich das Brautpaar und seine Gäste am großen Tag des Glücks so richtig wohlfühlen. Diese sieben Trauort-Anregungen erleichtern die Suche nach dem Wunschort für die freie Trauung:

  1. Im Sommer: Im Wald, an einem See, in den Bergen, im Park
  2. Für Romantiker und Schöngeister: Schloss, Burg, Museum
  3. Auf einem Schiff
  4. Am Ort des Kennenlernens (falls durchführbar)
  5. An einem Motto-Ort für die Mottohochzeit: mittelalterliches Dorf, Barockhochzeit: Schloss. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt.
  6. Auf einem Weingut
  7. Am Strand (Karibik-Hochzeit)

4 Tipps für eine schöne Trauung

Tipp 1: Der Trauredner

Ob das Paar die freie Trauung in guter Erinnerung behält, steht und fällt erheblich mit der Wahl des Trauredners. Ein guter Trauredner zieht Hochzeitsgäste und das Brautpaar in den Bann, erzeugt echte Aha-Momente und verwendet berührende Worte, die niemand so schnell vergisst. Daher gehört die Wahl des Trauredners zu den wichtigsten Aufgaben der Vorbereitung. Hier lohnt es sich, Erkundigungen einzuholen oder einen bekannten Trauredner zu wählen, der bereits bei der Hochzeit von Freunden eine positive Stimmung erzeugt hat.

Tipp 2: Organisation der freien Trauung

Bei der freien Trauung gibt es vieles zu organisieren. Hierbei kann das Brautpaar professionelle Unternehmen in Anspruch nehmen oder Freunde und Familie mit ins Boot holen. Überlässt man Teile der Organisation lieben Freunden, so darf sich das Brautpaar möglicherweise auf die eine oder andere Überraschung am Tag der Trauung freuen.

Tipp 3: Freie Trauung, aber mit rechtskonformem Segen

Wer den rechtlichen Teil nicht vernachlässigen möchte, der kann auch einen Standesbeamten zur freien Trauung hinzubestellen.

Tipp 4: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Ob vor oder nach der freien Trauung: Ein kleines Gastgeschenk sorgt für viel Freude bei den Gästen. Freunde und Verwandte fühlen sich wertgeschätzt und willkommen. So bleiben die Brautleute auch Jahre später in guter Erinnerung. Möglicherweise entstehen noch engere Verbindungen zu den lieben Mitmenschen.

Fazit

Die freie Trauung lässt Brautpaar und Gäste viel Spiel bei ihren kreativen Hochzeitsideen. Mehr Optionen, die die Trauzeremonie unvergessen machen, stehen zur Verfügung: draußen, wie in Innenräumen. Der Trauredner kann von offizieller Seite kommen, aber auch gute Freunde, Eltern oder liebe Verwandte sind willkommene Ehestifter. Mit der richtigen Organisation, eindrucksvollem Ambiente, den besten Lieblingsmenschen und guter Musik wird die eigene freie Trauung für immer unvergesslich bleiben.

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