Der letzte Tag in Freiheit

Auch heute ist der „letzte Tag in Freiheit“, wie der Polterabend einst genannt wurde, noch immer ein meist feuchtfröhlicher Spaß im Freundeskreis.

 

Der Polterabend ist das traditionellste Mittel, um sich von Freunden, Bekannten und Nachbarn vor der Hochzeit als Junggeselle/Junggesellin zu verabschieden. Auf der eher legeren Feier werden die Gäste natürlich verköstigt, es wird gegessen (bevorzugt deftig) und getrunken (bevorzugt viel). Diesen Brauch gibt es nicht in allen Ländern, andernorts feiern Braut und Bräutigam getrennt voneinander mit Freunden (Hen and Stag Party). Inzwischen gibt es das als Junggesellenabschied auch bei uns. In manchen Ländern bezeichnet der Begriff Polterabend aber das, was bei uns als Junggesellenabschied bekannt ist.

Tradition damals und heute

Geschenke können mitgebracht werden, das ist aber kein Muss. Im Mittelpunkt steht der gemeinsame Spaß mit den Freunden. Traditionell wurde früher am Vorabend der Hochzeit bei den Eltern der Braut gefeiert, um die Tochter zu verabschieden. Heute ist das anders, die Braut ist meistens ja schon längst ausgezogen und der Termin findet einige Tage oder sogar Wochen vor der Eheschließung statt, damit keiner der Beteiligten am eigentlichen Festtag einen schweren Kopf hat.

Das gute Porzellan ...

Beim Polterabend wird das von den Gästen mitgebrachte alte Porzellan und Steingut mit lautem Getöse zerbrochen, das soll böse Geister vertreiben. Aber Achtung: Bitte kein Glas zerschlagen, das bringt Unglück! Das Brautpaar hat anschließend die Aufgabe, alle Scherben zusammen zu kehren um damit unter Beweis zu stellen, dass man auch schwere Aufgaben gemeinsam meistern kann.

Einladen? Ja oder Nein?

Früher wurde zum Polterabend nicht eingeladen. Alle Freunde, Arbeitskollegen und Bekannte, einfach alle, die dem Brautpaar Glück wünschen wollten, konnten vorbei kommen und mitfeiern. Inzwischen hat sich das geändert, in Zeiten von ausufernden Facebook-Partys werden heute meist doch Einladungen versendet, um besser planen zum können. Vor allem die Personen, die nicht zur Hochzeit selbst eingeladen werden, können so mit dem Paar zusammen feiern.

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