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Das Anschneiden der Hochzeitstorte

Sie darf nicht fehlen: Die Hochzeitstorte. Worauf man beim Anschneiden achten sollte und warum eine bekannte Schauspielerin eine Torte aus Pappe bekam.

 

In adeligen Kreisen begann man im 19. Jahrhundert damit, zu den Vermählungen üppig dekorierte Torten anfertigen zu lassen. Dieser Brauch wurde dann schnell auch in bürgerlichen Kreisen übernommen. Hochzeitstorten sind in der Regel mehrstöckig, mit Zuckerguss bestrichen und oft mit den typischen Hochzeitsmotiven geschmückt (Herzen, Rosen, Ringe etc.). Oft werden 5 Etagen verwendet, die verschiedene Entwicklungsstufen im Leben eines Menschen symbolisieren: Geburt, Kommunion/Konfirmation, Heirat, Kinder und Tod.

Tortenfigur

Oben auf der Torte findet sich meist ein kleines Brautpaar aus Marzipan oder anderem Material, oft versehen mit typischen Attributen der beiden Brautleute. Also etwa der Bräutigam mit Fußball und die Braut mit Tennisschläger. Man lässt die Figur entweder vom Konditor formen, bastelt selbst etwas oder sucht sich einen Anbieter im Internet, bei dem man eine Grundform auswählt, Fotos des Brautpaars hoch lädt und dann individuelle Wünsche angibt. So eine Spezialanfertigung kostet um die 100 Euro. Fertige Figuren sind schon für unter 10 Euro zu haben.

Marzipan als Glücksbringer

Wichtig: In der Torte darf Marzipan auf keinen Fall fehlen! Das wird nämlich aus Mandeln hergestellt und die stehen für Glück in der Liebe und Fruchtbarkeit. Daher auch der Brauch mit den Hochzeitsmandeln, die gerne verschenkt werden.

Backen lassen

Selbstbacken ist für das Brautpaar absolut tabu! Entweder einen Konditor beauftragen oder durch Freunde/Bekannte erledigen lassen.

Das verheißungsvolle Anschneiden

Der bekannteste Brauch rund um die Torte ist sicherlich das gemeinsame Anschneiden durch das Brautpaar. Angeblich ist derjenige, der dabei die Hand oben hat, der dominante Part der Beziehung.

Der Torten-Kuss mit Tücken

Auch der Kuss über die Torte hinweg ist unverzichtbarer Bestandteil der Feier und soll reichen Kindersegen bewirken. Aber Vorsicht: Schon mancher hat sich dabei Kleid oder Anzug ruiniert.
Ein weiterer Brauch ist das Einbacken von Kaffeebohnen in die Torte. Wer die geröstete Bohne in seinem Tortenstück findet, soll angeblich bald heiraten, während der mit der ungerösteten sein Leben lang ledig bleibt.

Eine Anekdote zum Schluss ...

Erteilen Sie dem Konditor bitte rechtzeitig den Auftrag. Bei der Hochzeit von Pamela Anderson 2007 in Las Vegas war laut einem Bericht des „Spiegel“ die Hochzeitstorte aus Pappmaché, da sie dem Hotel erst einen Tag vorher Bescheid gab. Das Büffet bestand aus Würstchen im Schlafrock, Thunfisch-Tacos und Donuts. Geheiratet hat sie übrigens Rick Salomon, den Ex-Verlobten von Paris Hilton, der das gemeinsame Sexfilmchen („One Night in Paris“) übers Internet verkaufte.

 

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