Was Gäste vor einer Hochzeit erledigen sollten

Zu einer Hochzeit eingeladen zu sein, bringt selbstverständlich weniger Aufwand mit sich, als selbst zu heiraten. Dennoch kann es nicht schaden, sich auch als Gast vorzubereiten. Einige Vorbereitungs-Aufgaben sind dabei recht schnell und unkompliziert erledigt, während andere – wie beispielsweise die Geschenkewahl – etwas länger dauern können. Wer etwa drei Monate vor der Hochzeit beginnt, ist aber rechtzeitig fertig. 

Das eigene Outfit zusammenstellen 

Wie Gäste zu einer Hochzeit erscheinen sollten, kann pauschal nicht beantwortet werden. Immerhin gibt es auch Motto-Feiern, bei denen Kleidung eines ganz bestimmten Stils gefragt ist. Grundsätzlich aber gilt: Die Garderobe am Tag der Trauung sollte dem feierlichen Anlass gerecht werden. Frauen tragen beispielsweise Kleider, Kostüme mit Rock oder auch schicke Hosenanzüge und bei Männern sind Anzug und Krawatte mit Hemd stets die passende Wahl.

Brautjungfern tragen meist das gleiche Kleid. (Quelle: Strawstrider (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)  

Zu den NoGos bei Kleidung für die Hochzeitsfeier gehört in jedem Fall das Tragen eines Kleides, das der Farbe des Brautkleides entspricht. Daher fragen weibliche Gäste im besten Fall vorab bei der künftigen Braut nach, welche Farbe sie tragen wird. Diese Farbe sollte dann vom persönlichen Outfit-Plan gestrichen werden. Ganz besonders auf ihre Kleidung achten müssen Trauzeuge, Trauzeugin und die eventuellen Brautjungfern. Sie alle haben sich bereits um den Junggesellenabschied gekümmert und spielen auch am Tag der Trauung eine besondere Rolle. Welcher Dresscode hier gefragt ist, bestimmt in einigen Fällen die Braut. Sie schlägt beispielsweise bestimmte Kleider für ihre Brautjungfern vor, die diese dann auswählen können. Wichtig ist dabei meist, dass alle Brautjungfern das gleiche Kleid tragen, während die Trauzeugin durchaus auch zu einem anderen Modell greifen darf. 

Es lohnt sich, das eigene Outfit inklusive Schuhen und Accessoires rechtzeitig vor einer Hochzeit zusammenzustellen. Geschieht das nicht, steigt der Stresslevel vor dem Fest deutlich an, was die Vorfreude trübt. 

Passende Geschenke für das Brautpaar finden 

Die Geschenkewahl gehört zu den wohl kompliziertesten Aufgaben, denen sich Hochzeitsgäste stellen müssen. Insbesondere dann, wenn das Brautpaar keine konkreten Wünsche äußert und auch auf einen Hochzeitstisch oder Online-Wunschliste verzichtet, ist Kreativität gefragt. 

Das eigene Geschenk sollte zu den Interessen des Brautpaars passen. (Quelle: jill111 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)  

In diesem Fall jedoch gibt es weiterhin einige Möglichkeiten, um Brautpaaren eine besondere Freude zu machen. Schön ist beispielsweise die klassische Hochzeitszeitung, die enge Verwandte oder Freunde zusammenstellen können. Aber auch originelle Geldgeschenke kommen nach wie vor gut an. Lediglich vom Kauf traditioneller Geschenke, die früher als richtig galten, sollten Gäste lieber absehen. Die wenigsten Brautpaare nämlich brauchen Geschirr oder Haushaltsgeräte, da sie bereits über alles Notwendige verfügen. 

Wer keine Dinge schenken möchte, sondern dem Paar auch in der Zukunft schöne Stunden zu zweit bescheren will, sollte über Erlebnisse als Hochzeitsgeschenk nachdenken. Vom Roadtrip über das Candle Light Dinner bis hin zu Wellness-Reisen sind Erlebnispräsente meist dann eine gute Idee, wenn Paare bereits „alles haben“. Welche Möglichkeiten es hier gibt, zeigt mydays.de in einer Übersicht. 

Die Anreise planen 

Nicht jede Hochzeit findet an einem Ort statt, den auch die Gäste gut kennen. Wählt das Brautpaar beispielsweise eine ganz besondere Kirche aus, müssen auch Gäste mitunter weiter fahren, um an der Feier teilzunehmen. Wer sich hier nicht vorbereitet, riskiert Stress am Hochzeitstag. Am besten ist es daher, schon kurz nach dem Eintrudeln der „Save the Date“-Karte nach dem Veranstaltungsort zu suchen und die Route zu planen. So finden sich Gäste auch in größeren Städten oder besonders ländlichen Gebieten besser zurecht und erscheinen nicht erst dann, wenn das Ja-Wort längst gefallen ist. 

Gäste, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn oder auch per Zug und Flugzeug anreisen, sollten sich rechtzeitig um die Buchung von Tickets kümmern. So vermeiden sie Schwierigkeiten bei der allzu spontanen Planung der Anreise. 

Gegebenenfalls eine Übernachtungsmöglichkeit finden 

Ob weiter in der Ferne oder in der Heimatstadt: Nicht alle Gäste bleiben bei einer rauschenden Hochzeit nüchtern. Zwischen Sektempfang und Tanz-Sause am Abend fließt auf den meisten Festen durchaus viel Alkohol. Dass Gäste hier ihre Grenzen kennen sollten, um nicht unangenehm aufzufallen, liegt auf der Hand. Unverzichtbar ist also nicht nur ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem Angebot der Bar, sondern auch eine Übernachtungsmöglichkeit

Eine passende Unterkunft in der Nähe der Hochzeitslocation ist schnell gefunden. (Quelle: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)  

Feiert ein Paar seine Hochzeit in einem Hotel, bietet sich die Buchung eines Zimmers im gleichen Haus an. So sparen sich Gäste eventuelle Taxikosten und können am nächsten Morgen gemeinsam mit anderen Feiernden gemütlich frühstücken. Findet die Feier jedoch nicht in einem Hotel statt, lohnt es sich, nach Unterkünften in der direkten Nähe der Location zu suchen. Gasthäuser, Pensionen, Hotels oder auch Ferienzimmer bieten sich an, um am Abend nach der Feier in einem weichen Bett schlafen zu können. Eine Übernachtung vor Ort bietet sich nicht nur für all jene an, die gerne mehr als ein Bier trinken möchten. Muss die Hochzeitslocation am nächsten Tag noch aufgeräumt werden, freuen sich Paare, wenn Gäste in der Nähe bleiben, um ihnen zu helfen. 

Bei Besonderheiten: Das Brautpaar rechtzeitig informieren 

Es gibt einige Dinge, über die ein Brautpaar am besten schon einige Monate vor der Hochzeit unterrichtet werden sollte. Ganz besonders gilt das für Nahrungsmittel-Allergien oder bestimmte Ernährungsweisen. Wer sich vegan oder vegetarisch ernährt, sollte rechtzeitig fragen, ob es an der feier eine passende Alternative gibt. Auch Nussallergiker oder laktoseintolerante Gäste sagen besser früh Bescheid. So kann das Brautpaar diese Besonderheiten schon bei der Planung des Buffets berücksichtigen. 

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